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Fellpflege

. 15.05.2007 - Ein Bericht von Daniela Auer

 

"Der Züchter liefert den Welpen, der Aufzüchter macht den Hund. Ein altes, aber wahres Wort. Artgerechte Haltung, Pflege und Ernährung sind Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung. Dabei soll Gesundheit mehr sein als Freisein von Krankheiten. Sie soll Widerstandskraft gegen Infektionen einschließen. Das seelische Wohlbefinden ist so wichtig wie das körperliche."

Aus "Schlittenhunde" von Otto Hildebrandt, Verlag: Paul Parey, Ausgabe 1988 (Dein Hund)


Zum seelischen Wohlbefinden des Hundes gehört unter anderem auch die Fellpflege. Haarkleid und Haut sind der Schutz gegen die Launen des Wetters. Zweimal im Jahr legt sich der Hund ein neues Kleid zu. Besonders jetzt, im Frühling, wenn das dichte Winterfell abgestoßen wird, kann es ziemlich haarig werden. Hier hilft nur Bürsten.  Von klein auf sollte der Hund an das Bürsten/Kämmen des Felles gewöhnt werden, um spätere Probleme (steht nicht beim Bürsten oder lässt es sich nicht gefallen) beim erwachsenen Hund zu vermeiden. Das Bürsten dient dem Fernhalten bzw. Loswerden von lästigen Parasiten wie z.B. Zecken, Flöhen und Läusen. Diese ungebetenen Gäste im Fell müssen nicht immer Juckreiz auslösen. Dieser besteht nur bei einer allergischen Reaktion. Ist diese vorhanden bemerkt man es sehr schnell, weil sich die  Hunde ständig kratzen müssen. Man sollte dann sofort das Fell und die Haut auf Parasitenkot (kleine schwarze Pünktchen an den Haaren) und auf Flohstiche absuchen. Meist halten sich diese Viecher an den Innenflächen der Hinterschenkel, den Achselhöhlen und in den Ohrmuscheln auf.  Zur Abtötung der „Ektoparasiten“ können Puder, Sprays oder Waschlösungen (sind am wirksamsten) angewandt werden. Das Kämmen und Bürsten dient aber nicht nur der Fellpflege, sondern fördert auch die Durchblutung der Haut und sorgt für ein schönes, gesundes und glänzendes Fell.

Das Fell der Huskys besteht aus zwei Schichten: die feine Unterwolle wärmt durch Bewegungsreibung und das mittellange Deckhaar ist wasserabweisend und hält die Wärme im Körper fest. Wenn sich die Hunde in der Phase des Fellwechsels befinden, können sie manchmal etwas müde oder lasch wirken oder weniger Appetit haben. Keine Sorge! Das vergeht von ganz alleine wieder. Was man in dieser Zeit für unsere treuen vierbeinigen Begleiter tun kann ist Bürsten, Bürsten und noch mal Bürsten. Diese Körpernähe verbindet nicht nur Mensch und Tier, es stärkt das Vertrauen und es gefällt den Hunden meistens auch.

Ein unbedingtes tägliches Bürsten des Huskys im Frühjahr ist unerlässlich, da er sonst sehr stark haart.  In dieser Periode wird die dichte Unterwolle (Winterfell) gegen eine leichte Unterwolle (Sommerfell) ersetzt. Am besten lässt sich das Ausbürsten mit dem Gassi gehen verbinden. Man kann die Haare ruhig liegen lassen, Mäuse und Vögel freuen sich über das weiche Nestmaterial. In den Herbstmonaten hält sich das Haaren in Grenzen, da der Husky gemäß individuellem Bedarf (Wohnungshund oder im Freien gehalten) zusätzliche Unterwolle für das Winterfell aufbaut und dadurch nur wenig Haare verliert. Die Granen (Deckhaare) wechselt der Husky alle 2 Jahre. Ausgenommen Hündinnen, diese wechseln nach der Geburt und Aufzucht der Welpen die Unterwolle und das Deckhaar.

Aber auch bei anderen Rassen mit „normalem“ Fell beugen Sie Verfilzungen in der Unterwolle vor. Das Fell wird von losem, abgestorbenem Haar gereinigt und Verfilzungen entstehen erst gar nicht.

Für die Fellpflege stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung - zur Beschreibung: bitte hier klicken!

 

 

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